Anerkennung von Donau Soja und Europe Soya bei QS-Soja-Plus und AMA pastus+

Seit dem 1. Januar 2024 ist es für Futtermittelhersteller und -händler im Rahmen der Systeme QS-Soja-Plus und AMA pastus+ verpflichtend, ausschließlich Soja zu verwenden, das nachhaltig zertifiziert und frei von Entwaldung sowie Landumwandlung ist. QS und AMA haben eine Reihe von Nachhaltigkeitsstandards definiert, die akzeptiert werden. Beide Systeme setzen dabei aufgrund der gegenseitigen Anerkennung dieselben Anforderungen und Zeitrahmen für ihre Umsetzung.

Um die volle Verfügbarkeit von nachhaltig zertifiziertem Soja auf dem europäischen Markt zu gewährleisten, werden bis zum 31. Dezember 2025 verschiedene Book & Claim (B&C) Optionen anerkannt. Dies bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt das verwendete Soja nicht zwingend physisch zertifiziert sein muss, sondern durch das Claiming-Verfahren ausgeglichen werden kann.

Unterschied zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)

Die Programme QS-Soja-Plus und AMA pastus+ gehen bewusst über die Anforderungen der EUDR hinaus, indem sie eine Zertifizierung für Soja fordern, die nachweist, dass das Soja ohne Entwaldung und ohne Landumwandlung produziert wurde. Die EUDR verlangt keine solche Zertifizierung und bezieht sich lediglich auf die Entwaldungsfreiheit, nicht aber auf Landumwandlungsfreiheit. Folglich ist Soja, das den gesetzlichen Anforderungen der EUDR entspricht, nicht automatisch auch von QS-Soja-Plus und AMA pastus+ anerkannt.

Anerkennung von Donau Soja und Europe Soya

Sowohl Donau Soja als auch Europe Soya erfüllen die Kriterien für den Anbau und die Lieferkette von QS-Soja-Plus und AMA pastus+ und sind als physische Zertifizierungsoption von beiden Systemen anerkannt.

Die Donau Soja Protein Partnerschaften  sind bis Ende 2025 als B&C-Option bei beiden Systemen anerkannt. Ein wesentlicher Vorteil der Protein Partnerschaften als B&C Option besteht darin, dass sie die Verfügbarkeit von physisch zertifiziertem Soja auf dem europäischen Markt erhöhen. Als Teil einer Protein Partnerschaft wird die Zertifizierung von Landwirten, v.a. in europäischen nicht-EU Ländern, sowie der Ersterfasser finanziert. Dadurch entstehen neue zertifizierte Soja-Mengen und der erste Schritt zur physisch-zertifizierten Lieferkette wird gegangen.

Dies bietet Unternehmen eine Win-Win-Möglichkeit: Die über die Protein Partnerschaften produzierten Sojamengen können im ersten Jahr als B&C-Option genutzt werden und stehen im darauffolgenden Jahr als zusätzliche zertifizierte, von QS-Soja-Plus und AMA pastus+ akzeptierte Sojamengen dem Markt zur Verfügung.

Bio-Soja Kombi-Zertifizierung

Bio-Standards wie das EU-Bio-Siegel sind von QS und AMA pastus+ nicht anerkannt, da diese Entwaldung und Landumwandlung nicht ausschließen. Aus diesem Grund hat Donau Soja eine Kombi-Zertifizierung ins Leben gerufen. Diese ermöglicht Bio-Betrieben mit geringem Mehraufwand weiterhin in das QS- und AMA pastus+-System zu liefern.

Fazit

Donau Soja und Europe Soya Standrads helfen Betrieben bei der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen wie der EUDR und öffnen den Zugang zu wichtigen Märkten in Deutschland, Österreich und darüber hinaus, die nachhaltige Zertifizierungen voraussetzen.

Weitere Infos zur Implementierung von QS-Soja-Plus finden Sie in unserem Informationsschreiben.

 

 

Kontakt

Bei weiteren Fragen zur Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien und zu unseren Protein Partnerschaften, melden Sie sich gerne unter: standard@donausoja.org