Die Europäische Union (EU) hat im Rahmen des Green Deal mehrere Gesetzesinitiativen veröffentlicht, die darauf abzielen, Nachhaltigkeit und Verantwortung in Unternehmen zu stärken, die in der EU tätig sind.
Diese Initiativen bringen neue produkt- und lieferkettenbezogene Sorgfaltspflichten und Nachhaltigkeitsanforderungen mit sich. Eine wachsende Zahl von Unternehmen wird dadurch gesetzlich verpflichtet, Umwelt- und Menschenrechtsrisiken sowohl in ihren eigenen Betrieben als auch entlang ihrer Lieferketten zu ermitteln und zu beheben. Darüber hinaus gibt es immer mehr privatwirtschaftliche Anforderungen, die Entwaldungsfreiheit und CO2-Reduzierung in den Lieferketten vorschreiben.
Der strategische Einsatz von strikten Standards wie Donau Soja wird immer mehr zu einem wichtigen Bestandteil der unternehmerischen Sorgfaltspflichten, um die Einhaltung der Anforderungen zu gewährleisten. Donau Soja steht für entwaldungsfreien, umwandlungsfreien und emissionsarmen Sojaanbau. Die Donau Soja CO2-Daten basieren auf Lebenszyklusanalysen (LCAs) und stehen als Primärdatensätze in anerkannten Datenbanken wie Agri-footprint, Sustell und GFLI, als Grundlage für eigene Berechnungen zur Verfügung.
Zu den wichtigsten Punkten zählen:
EU – Entwaldungsverordnung (EUDR)
Nach der jüngsten Verschiebung gilt die EUDR für große und mittlere Unternehmen ab dem 30. Dezember 2026. Kleine Unternehmen müssen die Vorschriften ab dem 30. Juni 2027 einhalten.
Unternehmen, die relevante Produkte zum ersten Mal auf den EU-Markt bringen, müssen sicherstellen, dass diese Produkte entwaldungsfrei und legal hergestellt wurden, und eine Sorgfaltspflichten-Erklärung erstellen. Das erste nachgelagerte Unternehmen muss die entsprechenden Referenznummern sammeln und aufbewahren.
Im Zuge der Änderungen wurde eine neue Kategorie „kleine und kleinste Primärproduzenten” eingeführt. Diese Akteure müssen nur eine einmalige, vereinfachte Erklärung abgeben.
Donau Soja und Crop Insights unterstützen Sie bei der Erfüllung Ihrer Sorgfaltspflichten und bieten praktische End-to-End-Lösungen für die Einhaltung der EUDR.
QS Sojaplus und AMA pastus+
Seit Januar 2024 muss das Soja in Futtermitteln vom deutschen Qualitäts- und Sicherheitssystem QS sowie beim österreichischen AMA pastus+ entwaldungs- und umwandlungsfrei zertifiziert sein (siehe auch Sojaplus). Donau Soja und Europe Soya sind von beiden Systemen als Nachhaltigkeitsstandards anerkannt. Erfahren Sie hier mehr über die Anforderungen von QS Sojaplus und AMA pastus+ auf unserer Website.
EU – Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD)
Ab 2025, für das Berichtsjahr 2024, müssen betroffene Unternehmen über Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (ESG) unter Verwendung eines verbindlichen Rahmens namens European Sustainability Reporting Standard (ESRS) berichten. Durch eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse müssen die Unternehmen bestimmen, über welche ESG-Themen sie berichten müssen – mit Ausnahme von CO2-Emissionen. Alle Unternehmen sind verpflichtet, einen wissenschaftlich fundierten CO2-Reduktionspfad umzusetzen. Die CSRD schreibt vor, dass Unternehmen in ihren Jahresberichten ESG-Informationen offenlegen müssen, insbesondere klimarelevante Daten und Pläne zur Verringerung des CO2-Ausstoßes in ihren eigenen Betrieben und entlang ihrer Lieferketten. Die CSRD zielt darauf ab, die Transparenz sowie die Qualität und den Umfang der Nachhaltigkeitsdaten, die Investoren, politischen Entscheidungsträgern und anderen Interessengruppen zur Verfügung stehen, zu verbessern, und so ein nachhaltigeres globales Geschäftsumfeld zu fördern.
Mit Donau Soja profitieren Sie von nachhaltigen, rückverfolgbaren Soja-Lieferketten, die frei von Entwaldung sind, die Biodiversität schützen und Ihren CO2-Fußabdruck deutlich reduzieren.
Weiterlesen:
- CO2-Reduktion: Carbon Footprint Project – Donau Soja
- Biodiversität: Biodiversitätsschutz mit Donau Soja
European Sustainability Reporting Standard (ESRS)
Der ESRS bildet den Standard, nachdem für die CSRD berichtet werden muss. Er legt den Rahmen für die ESG-Berichterstattung fest. Dabei ist es für alle Unternehmen verpflichtend, Ziele und Maßnahmen zur CO2-Reduzierung festzulegen, die u. a. auch Scope-3-Emissionen (entlang ihrer Lieferketten) umfassen.
Freiwilliger Berichtsstandard für kleinere Unternehmen
Für Unternehmen, die nicht direkt unter die CSRD fallen aber Teil der Lieferketten von berichtspflichtigen Unternehmen sind, wird derzeit ein freiwilliger Berichtsstandard entwickelt, der VSME. Dies hilft KMUs bei der Vorbereitung, was berichtspflichtige Unternehmen von ihnen abfragen.
Science-based Targets Initiative (SBTi)
Die SBTi ist eine globale Initiative des Privatsektors für den Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft. Die teilnehmenden Unternehmen müssen sich öffentlich zu ihrem Ziel verpflichten und einen detaillierten, wissenschaftlich fundierten Plan zur CO2-Reduzierung einschließlich Scope-3-Emissionen entwickeln, der die gesamte Wertschöpfungskette umfasst. über 12.500 Unternehmen sind Teil der SBTi (Jan 2026).
In Zusammenarbeit mit renommierten Instituten haben wir den CO₂-Fußabdruck von Donau Soja-zertifizierten Sojabohnen berechnet. Die Ergebnisse zeigen ein erhebliches CO₂-Reduktionspotenzial für Soja-Lieferketten und tierische Produkte bei der Umstellung auf Donau Soja.
Wir stellen diese wissenschaftlich fundierten Datensätze kostenlos zur Verfügung, um Sie bei Ihren eigenen Berechnungen und Nachhaltigkeitsbewertungen zu unterstützen.
Mehr erfahren Sie hier:
- CO2-Reduktion: Carbon Footprint Project – Donau Soja
- Donau Soja Branded Datasets: LCA Tools – Donau Soja
EU – Lieferkettengesetz (CSDDD)
Unternehmen müssen die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz entlang ihrer Lieferketten sicherstellen, einschließlich der Vereinbarkeit mit dem 1,5-Grad-Ziel (Pariser Klimaschutz-Abkommen), was eine CO2-Reduktion in ihren Lieferketten bedeutet.
Die Verwendung von Donau Soja garantiert transparente und rückverfolgbare Lieferketten sowie die Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte in Ihren Soja-Lieferketten. Darüber hinaus belegen unsere gemeinsam mit renommierten Instituten durchgeführten CO₂-Berechnungen eine deutliche Emissionsreduzierung. Diese Datensätze stellen wir Ihnen kostenlos zur Verfügung, um Sie bei Ihrer eigenen Nachhaltigkeitsarbeit zu unterstützen.
Mehr erfahren Sie hier:
- CO2-Reduktion: Carbon Footprint Project – Donau Soja
- Donau Soja Branded Datasets: LCA Tools – Donau Soja
Vorteil von Donau Soja & Europe Soya
Donau Soja ist ein Pionier auf dem Gebiet der entwaldungsfreien Lieferketten. Donau Soja bietet nicht nur zertifiziertes Soja an, das in Europa ohne Entwaldung oder Schädigung anderer wertvoller Ökosysteme angebaut wird, sondern unterstützt Unternehmen auch bei der Einhaltung weiterer Nachhaltigkeitsaspekte, die sich aus den neuen Unternehmensverpflichtungen ergeben, wie z. B.:
- CO2-Reduktion: Donau Soja / Europe Soya-zertifiziertes Soja kann den CO2-Fußabdruck von Produkten deutlich reduzieren. Dies hilft bei zukünftigen gesetzlichen Anforderungen wie der CSRD und dem EU-Lieferkettengesetz sowie bei freiwilligen Initiativen wie der Science-Based Targets Initiative (SBTi). Rund 12.500 Unternehmen weltweit haben sich im Rahmen der SBTi verpflichtet, den CO2-Ausstoß in ihren Betrieben und Lieferketten zu reduzieren. Wir arbeiten eng mit anderen Organisationen zusammen, um unsere Mitglieder bei der CO2-Reduktion und der Erreichung der SBTi-Ziele zu unterstützen.
- Rückverfolgbarkeit: Donau Soja / Europe Soya bieten eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Soja bis zum Feld durch ein mehrstufiges Kontrollsystem und Rückverfolgbarkeitszertifikate. Donau Soja ist hier Vorreiter und verschafft Unternehmen einen erheblichen Vorteil bei der Umsetzung der EUDR.
- Landumwandlung: Donau Soja / Europe Soya wird in Europa angebaut und ist garantiert umwandlungsfrei (Stichtag 2008), wodurch neben Wäldern auch andere wertvolle Ökosysteme geschützt werden. Dies geht weit über die Anforderungen der EUDR hinaus und unterstützt Unternehmen und Initiativen, die sich zu entwaldungs- und umwandlungsfreien Lieferketten verpflichtet haben.
- Biodiversität: Donau Soja schützt die biologische Artenvielfalt durch eine Vielzahl von Anbaupraktiken, wie z.B. reduzierter Einsatz von Pestiziden, Best Practice im Wassermanagement und Schutz vor Landumwandlung. Donau Soja und Europe Soya erfüllen beide 76 % der Kriterien des Food for Biodiversity Basissets (Stand 2025) und tragen zum Erhalt der Biodiversität und ihrer Ökosystemleistungen bei. Deshalb werden beide Standards von Food for Biodiversity empfohlen. Ohne Gentechnik: Donau Soja/Europe Soja ist garantiert GMO-frei.
Projekte zur regenerativen Landwirtschaft – Jetzt mitmachen
Wir wollen noch weiter gehen. Werden Sie Vorreiter einer nachhaltigen, kohlenstoffarmen Sojaproduktion in Europa und setzen Sie gemeinsam mit uns Projekte zur regenerativen Landwirtschaft in ganz Europa um. Gemeinsam machen wir Europas Soja zukunftsfähig.
Kontaktieren Sie uns unter sustainability@donausoja.org
