Zum Gedenken an Prof. Peter Ruckenbauer

Der langjährige Ordinarius für Pflanzenzüchtung ist am 14. April 2019 nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Dem Verein Donau Soja wird Professor Ruckenbauer in ehrvoller Erinnerung bleiben. Gerade in den Jahren vor und nach der Gründung hat er die Idee des europäischen Sojaanbaus tatkräftig gefördert und unterstützt. 

Er hat uns ermutigt uns zuzutrauen, die Fruchtfolgen nachhaltig mit Soja aufzulockern und hat die historische Chance, Soja in Europa zu etablieren als gemeinsame Herausforderung verstanden.

Peter Ruckenbauer wurde am 13. April 1939 in Wiener Neustadt geboren. Als herausragender Student absolvierte er das HLBLA Francisco Josephinum, das Studium der Landwirtschaft an der Hochschule für Bodenkultur und habilitierte sich 1977 für das Fachgebiet Pflanzenzüchtung.

Seine Forschungsleistungen fanden international hohe Anerkennung. Unter anderem führte er höchst erfolgreich die Thematik der Resistenzzüchtung von Getreide gegenüber Fusarium-Pilzen ein, die aufgrund der Problematik der Mykotoxinbelastung von Lebensmitteln bis heute von allergrößter Relevanz ist. Im September 1983 wurde Ruckenbauer als Ordinarius auf den Lehrstuhl für Angewandte Genetik und Pflanzenzüchtung an die Universität Hohenheim, Stuttgart, berufen. Dort leistete er umfangreiche Aufbauarbeiten zur Neugestaltung des Institutes sowie von Forschung und Lehre und fokussierte sich in seiner wissenschaftlicher Arbeit auf zuchtmethodische Fragestellungen bei Durumweizen und Ackerbohnen.

Auch in Österreich bewies er besonderes Geschick in der Forschungsorganisation. Er galt als Wegbereiter des BOKU-Standortes Tulln, an dem seit dieser Zeit herausragende wissenschaftliche Leistungen erbracht werden. Namhafte Kollegen verglichen Ruckenbauer mit dem europäischen Soja-Pionier Friedrich Haberlandt, Professor für Pflanzenbau an der Hochschule für Bodenkultur (*1826-1878).

Er wird uns als herausragender Wissenschaftler mit organisatorischem Talent, stets bedacht und pointiert und als Befürworter einer vielfältigen Landwirtschaft in Erinnerung bleiben.

Das feierliche Requiem findet am Montag, 29. April um 11 Uhr in der r.k. Pfarrkirche von Stainz / Weststeiermark statt.