Friedrich Haberlandt wusste es schon damals...

„Die Cultur der Sojabohne wird in Zukunft direct durch die Ermöglichung einer besseren Ernährung und indirect als werthvolle Futterpflanze an großer Bedeutung für  die allgemeine Volkswohlfahrt gewinnen.“             Friedrich Haberlandt, 1878

Am 21. Februar 1826 kommt in Preßburg (heute Bratislava) im damaligen Kaisertum Österreich Friedrich Haberlandt, als Sohn eines Bürstenbinders zur Welt. Dort verbringt er auch seine Kindheit. Später beginnt er an der Rechtsakademie in Preßburg zu studieren, doch schon bald bemerkt er, dass die Landwirtschaft seine Leidenschaft ist. Nachdem er in Ungarisch-Altenburg an der höheren landwirtschaftlichen Lehranstalt studiert, ist er dort auch als Lehrassistent und später als Professor tätig.

Im Jahr 1872 kommt Haberlandt nach Wien. Er arbeitet als Professor an der Universität für Bodenkultur und wird später auch Rektor der Hochschule. Im Laufe seiner Forschung beschäftigt er sich viel mit der Sojabohne als Eiweißlieferant.

Er ist der erste, der die Sojabohne in Europa kultiviert. Alles beginnt damit, dass er auf der Wiener Weltausstellung 1873 Sojabohnensamen aus China und Japan erhält (20 verschiedene Sorten). 1875  beginnt er die Sojabohne zu kultivieren und erforscht wie man sie bei uns etablieren kann. Bis zu seinem Tod 1878 führt er Anbauversuche in vielen Teilen Europas durch und verfasst die erste Monografie zur Sojabohne.

Für ihn ist klar, dass sich „die Sojabohne selbst durch ihre Vorzüge jedem empfiehlt, der sich mit ihr bekannt macht.“

Friedrich Haberlandt versucht durch seine Forschungen und Versuche zu ergründen, welche Sojabohnensorten in welchen Region am besten wachsen, das ist wichtig um eine regionale Versorgung mit Eiweiß sicherzustellen. Und genau das ist auch das Ziel von Donau Soja: eine Eiweißwende hin zu einer regionaleren und nachhaltigeren Eiweißproduktion.

„Die Acclimatisation der frühreifenden Sojabohnen kann in Mitteleuropa als völlig gelungen bezeichnet werden.“